YEAH- wie schön, dass Du Dich für Yoga interessierst und deine ersten Erfahrungen damit machen möchtest!
Ich habe für Dich eine Art Beginner Guide erstellt, mit dem Du mit einigen Tipps und ein paar Background Infos gut gerüstet in deine ersten Stunden starten kannst.
1.Welcher Yogastil ist der Richtige für mich?
Informiere Dich über die gängigsten Yogastile und überlege Dir, wo Du Dich momentan am ehesten Selbst einordnen würdest. Hatha Yoga bietet meiner Meinung nach den besten Einstieg. Hier ist viel Zeit um auf die Atemtechniken (Pranayama) und die Körperhaltungen (Asanas) einzugehen. Es ist ein statischer Yogastil, bei dem die Übungen gehalten und gut ausgerichtet werden. Hatha Yoga ist sehr gut dafür geeignet, sich eine fundierte Grundlage aufzubauen, auch wenn Du schon ziemlich fit und flexibel bist, findest Du hier sicherlich ein paar gute Ansätze!
2. Pole-Position
Wenn man neu in etwas ist, tendiert man gerne dazu nicht auffallen zu wollen und sich in die hinterste Ecke des Raumes zu verkrümeln.- Mach das nicht! Du profitierst so viel mehr von deiner Stunde, wenn Du dich traust Dich mit deiner Unperfektheit auch zu zeigen und vor allem Dir erlaubst den Lehrer gut zu sehen. Nur Mut!
3. Pratyahara
Wenn Du ganz hinten im Raum bist und viele andere Teilnehmer vor Dir hast passiert es oft schnell, dass Du ins Vergleichen kommst. Wenn Du ja nicht alles sehen oder hören kannst, wirst Du zwangsläufig nach rechts und links schauen müssen. Versuche mit all deinen Sinnen bei Dir und den Ansagen des Lehrers zu bleiben, um das Vergleichen und den Frust erst gar nicht aufkommen zu lassen.
4. Nutze die Hilfsmittel!
Gurte, Blöcke, Kissen und Decken in allen Variationen sind deine FREUNDE. Lass‘ dein Ego nicht gewinnen und greif zu, wenn dein Yogalehrer Dir auch eine Übung mit Props (Hilfsmitteln) anbietet. Sie werden Dich vor allem darin unterstützen, die Asana korrekt auszuführen und Dir die Entspannung erleichtern. Es macht wirklich einen Unterschied und kann deine Praxis nachhaltig verbessern.
5. Stelle Fragen
Es ist zu jederzeit möglich die Asanas so anzupassen, dass Du sie ohne Schmerzen und in deiner Variation ausüben kannst. Wenn Du unsicher bist und Dir etwas nicht gut tut, dann komm unbedingt aus der Übung raus und bitte deinen Lehrer um Hilfestellung oder eine andere Möglichkeit. Ich bin mir sicher, dass da eine Lösung für Dich gefunden wird!
6. Assists und Adjustments
…sind Hilfestellungen, die dir der Yogalehrer während deiner Praxis geben kann. Hier wird durch gezielte Berührungen des Yogalehrers deine Ausrichtung in den Asanas korrigiert. Wenn Du an einem Tag nicht berührt oder korrigiert werden möchtest, darfst Du das klar und zu jeder Zeit kommunizieren. Es geht um dein Wohlbefinden und jeder Tag ist unterschiedlich. So auch unser Befinden.
7. Pausen oder auch „Balasana“
Balasana ist Sankskrit für die „Stellung des Kindes“. Eine Asana deren Namen sich die meisten gleich am Anfang besonders gut merken können. Balasana ist die Stellung, die Du während der Stunde zu jederzeit als Pause nutzen kannst. Du fühlst Dich wie bei „Twister“ und weißt nicht mehr wohin mit Armen, Beinen, Bauch und Kopf? Guter Zeitpunkt für eine Pause in der Stellung des Kindes! Tief Atmen, Konzentration bündeln und einfach bei der nächsten Bewegung wieder einsteigen. Easy!
8. Savasana
Wenn Du gegen Ende der Stunde einmal in Rückenlage bist, ist es nicht mehr weit bis zu Savasana. Das Zauberwort, das vor allem eins bedeutet: entspannen, entspannen, entspannen.
9. Die Sache mit dem OM
Ich weiß noch wie verwundert ich war, als ich meine allererste Stunde mitgemacht habe und der Lehrer am Ende das OM getönt hat. Alle haben mitgemacht und es scheinbar auch genossen. Ich habe erstmal nur gehofft nicht in irgendeiner Sekte gelandet zu sein, bei der man wer-weiß -wen gruseliges anbetet. Eins vorab: Yoga ist keine Religion. Yoga ist eine Philosophie. Das OM hat unzählige und viele verschiedene Bedeutungen und alleine darüber könnte man einen großen Artikel schreiben. Am Anfang ist es wichtig zu wissen, dass Du in den Stunden dazu eingeladen wirst mit zu machen, ABER nicht musst. Es ist deine Entscheidung, je nachdem wie Du Dich fühlst und auch OB du es fühlst. Bei OM geht es um Verbindung. Die Verbindung zu Dir selbst, zu allen anderen und der Weltenseele. Es ist die Schwingung, die Du nach außen trägst. Je nachdem, was Dich begleitet ist es vielleicht Dankbarkeit, Liebe, Einheit, Seligkeit. Außerdem ist es eine wundervolle Möglichkeit in Kontakt mit der eigenen Stimme zu kommen. Deine Stimme, deinen Ausdruck wahrzunehmen und Dich zu spüren.
10. Dein Yogabuddy
Frei nach dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ tust Du Dich am besten mit einer weiteren Person zusammen und ihr organisiert Euch feste Termine für Eure Praxis. Motiviert Euch gegenseitig und Ihr werdet sehen, für die wichtigste Verabredung – die Verabredung mit Dir selbst – wird immer genug Zeit da sein!
Ich hoffe, dass Du Dich nun ein wenig besser gewappnet fühlst und voller Vorfreude in deinen Yoga-Journey startest!
Bis ganz bald auf der Matte!
Alles Liebe,
Kristin